Terekwasserläufer
Xenus cinereus (Tringa cinerea)
Ordnung: Charadriiformes (Wat-, Möwen- & Alkenvögel)
Familie: Scolopacidae (Schnepfenvögel)

Terekwasserläufer
Federkleid: Prachtkleid
Merkmale:
Schnabel lang und leicht aufwärtsgebogen; Beine relativ kurz und gelblich; Oberseite grau.
Ort & Datum:
Eilat (Südbezirk, Israel), Mai 2022
Hauptmerkmale
Charakteristisches Erscheinungsbild mit langem, leicht aufwärtsgebogenem Schnabel; relativ kurzen, gelblichen Beinen und oft etwas "gebückter" Haltung. Unterseite weiss, Oberseite grau, im Prachtkleid mit unregelmässigen schwarzen Streifen (v. a. im Schulterbereich). Im Flug mit breitem, weissem Armflügel-Hinterrand.
Verbreitung
Das Brutgebiet umfasst praktisch die gesamte eurasische Taiga- und Waldtundra-Zone, die westliche Verbreitungsgrenze verläuft von Finnland bis in die Nordukraine, im Osten reicht das Verbreitungsgebiet bis an die Pazifikküste.
Das Überwinterungsgebiet umfast praktisch alle Küsten des Indischen Ozeans, von Südafrika über die Arabische Halbinsel und den Indischen Subkontinent bis Südostasien und Australien (selten auch Neuseeland); wobei der Schwerpunkt eher im Osten liegt.
Lebensraum
Brütet in einem relativ Lebensraumspektrum, Flusstälern und Schwemmebenen mit lockeren Wald- und Gebüschbeständen (v. a. im östlichen Verbreitungsgebiet) bis zu offenen, vegetationsarmen Fluss- und Seeufern, brachliegenden Äckern, Weiden und auch Industriebrachen und ähnlichen Flächen (v. a. im westlichen Verbreitungsgebiet).
Ausserhalb der Brutzeit fast ausschliesslich an der Küste auf Sand- und Schlickflächen in der Gezeitenzone. Zum Ruhen werden oft Mangroven aufgesucht, wo sich die Vögel truppweise im Geäst niederlassen.
Fortpflanzung
Saisonal monogame Paarbindung; tendiert insbesondere in den Regionen mit den höchsten Bestandsdichten zur lockeren Koloniebildung.
Nahrung
Vielseitig; es werden praktisch sämtliche verfügbaren Kleintiere erbeutet, wobei im Brutgebiet Insekten dominieren, ausserhalb der Brutzeit je nach Vorkommen auch Krusten- und Weichtiere den höchsten Anteil an der Nahrung ausmachen können.
Die Nahrungssuche ist typischerweise aktiv umherrennend, wobei die Beute an der Oberfläche aufgepickt, stochernd im Boden ergriffen oder durch schnelles Schwenken des Schnabels in seichtem Wasser erhascht wird. Vorbeifliegende Insekten können auch aus der Luft gegriffen werden.